
Zielsetzung -
Warum wir wirken. Wofür wir stehen.
Die Gemeinschaft von Sichelmond und Flammenschwert ist keine lockere Interessensgruppe. Sie ist ein lebendiges Gefüge, ein pulsierendes Netzwerk von Energien, Intelligenzen, Willenskräften und Aufgaben.
Unsere Zielsetzung entspringt keinem Idealismus, keiner Flucht und keinem Ersatzglauben. Sie ist die Reaktion auf das, was ist – und zugleich der Impuls, der uns ruft, etwas anderes zu ermöglichen: Klarheit, Wahrheit, Verantwortung.
Wir wirken, um zu erinnern. Um zu durchdringen. Um zu wandeln.



Was wir sind – und was nicht
Die Gemeinschaft ist eine Gemeinschaft magisch Wirkender, die sich der Evolution des Ichs verschrieben hat – auf allen Ebenen. Wir sind kein Hexengemeinschaft im engen, keltisch-romantischen Sinn. Wir arbeiten multidimensional – und ziehen unsere Einflüsse aus:
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Henochischer Magie nach John Dee & Edward Kelley
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Angelistischer Praxis; u. a. mit den Seraphesh und mit anderen Erzengeln!
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Archetypischer Symbolarbeit und stellare Magie!
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Kabbalistische Arbeiten der theoretischen Kabbalah, der meditativen Kabbalah und der praktischen Kabbalah!
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Atvismagie, die innere Kunst der Transformation, der Integration und der Evolution durch das bewusste Arbeiten mit den fundamentalen Urkräften der stellaren Existenz!
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Chaosmagie, Energiearbeiten aller Art, Chakrenarbeiten, Energiekörperarbeiten, Astralreisen, Elementmagie, Sigillenmagie, Planetenmagie, Trancemagie, Talismanmagie, Evo- und Invokation, Bannungen, Exorzismen und Schutzmagie, Alchemie und Spiegelmagie, Inkantationsmagie und alle Arten der DIVINATION, also Tarot, Runen, Numerologie, Astrologie und auch … henochisches Schach!
Die Zielhandlung, die sich die Gemeinschaft von Sichelmond und Flammenschwert dabei setzt, lauten:
Festigung und Erschließung esoterischen Inhaltes, mittels Initiation in zeremoniellen Graden.
Umsetzung der Lehre, die man aus dem täglichen Leben und aus fachspezifischen Wissenschaften (Literatur, Naturwissenschaften, Kunstwissenschaften usw.) gewonnen hat, um sich selbst und die Schöpfung voranzubringen. Die Lehren der Gemeinschaft speisen sich nicht aus Spekulation oder ideologischem Nachhall. Sie formen sich an den Rändern des Alltags, im Brennpunkt der Wissenschaften, in der Reflexion von „Wissen“, „Wollen“, „Wagen“, „Schweigen“, „Agieren“ und „kosmischem Gesetz“. Magie ist kein Gegensatz zur Welt – sie ist ihr verborgenes Rückgrat.
Einbringung seines erworbenen Wissens und seiner Erfahrungen zur Mitgestaltung der heutigen Gesellschaft, zum Nutzen der eigenen Evolution des Geistes und zur Erhaltung der wahren und lebendigen Natur, als natürliches Habitat. Jedes Mitglied wird aufgefordert, sein Wissen nicht für sich zu horten, sondern es einzubringen – in evolutionärer Gesellschaft, wahrhaftigem Diskurs, kosmisch-terrestrischer Ökologie und energetischem Strukturwandel. Geistige Evolution ist kein Selbstzweck. Sie fordert Verantwortung, verlangt Stellung, sucht und findet Wirkung.
Harmonisierung des Miteinanders in, mit und durch die kosmische Natur und den natürlichen Kosmos, durch das Chaos, zu den Sternen!
Fortschritt der wechselseitigen Beziehungen zwischen allen Arten der Existenz, ob inkarniert, diskarniert, materiell oder immateriell!
Einer der wichtigsten Schöpfungsimpulse ist die Arbeit im Großen Werk und die Aktivierung des eigenen göttlichen Sternenpotenzials! Die Ziele der Gemeinschaft von Sichelmond und Flammenschwert sind nicht dogmatischer Natur, d. h., die Gemeinschaft bildet keine feste religiöse Vereinigung, Sekte oder sonstige doktrinäre Gesellschaft. Im Gegenteil – jeder hat nur einen Herren, und das ist jeder selbst! Deswegen sind unsere Ziele Streckenpunkte auf dem Weg zum eigenen höheren Selbst.
Die Ziele, die sich die Gemeinschaft von Sichelmond und Flammenschwert setzt, lauten:
Die wissenschaftlich-okkulte Ausbildung des einzelnen Mitgliedes durch das Umsetzen verschiedener Gradaufgaben und Thematiken aus individuellen Channelings.
Das Erkennen des eigenen göttlichen Glanzes, der in jedem enthalten ist, und somit das Leben des freien, wahren Willens – auf allen Ebenen, zu allen Zeiten, gegen alle Widerstände – profan und magisch.
Die Gleichheit unter allen Existenzen, unter Berücksichtigung der wahren Natur und deren Ressourcen und Möglichkeiten sowie den energetischen Ebenen und ihrer natürlichen Schwingung und kosmischen Art.
Die Bekanntmachung und die Aufklärung über naturreligiöse- und magiewissenschaftliche Elemente unter den freien Geistern der Menschen, die frei im Denken, Handeln und Verstehen sind!
Das bewusste Erkennen und Verstehen des Seins und dessen Bedeutung für die gesamte Existenz.
Die Vertiefung und Festigung der Kontakte zu anderen Entwicklungssphären, um die Sphäre selbst und „deren Entitäten“ zu erkennen und zu verstehen. Dies beinhaltet auch das Erkennen des eigenen magischen Ichs und des kosmischen Seins!



Doch WARUM??? WARUM DIES ALLES???
So ist die Zielsetzung auch ein absolut essenzielles Fundament, denn gerade in den Zeiten der Lügen, in den Zeiten der Illusionen, in den Zeiten der Manipulationen ist es wichtig, dass man ein Fundament besitzt, auf dem man aufbauen kann. Was ist Schöpfung? Was ist Kreation? Was ist Existenz? Ist alles eine Illusion in der Lüge? Wenn es um die menschlichen Parameter geht, da muss man ganz klar sagen … Es geht nicht um menschliche Parameter! Gerade in der aktuellen Zeit sieht man, dass die verschiedenen Realitäten gigantisch weit divergieren, wodurch auch alle Manifestationen involviert sind. Schnell wird eine Lüge auf den eigenen Lippen zu einem hallenden, giftigen Kuss, und das Verharren in der Starre, durch die Unendlichkeit, welche sich in den trüben Augen einer Seele zeigt, vor Äonen sich der Blendung hingab, wird massiv und ohne Gnade entfacht. Es ist die Vergangenheit oder die Zukunft, welche mit glühendem Sternenstahl bearbeitet wird, wie einst Waffen bearbeitet wurden, wie einst Seelen bearbeitet wurden und wodurch die Möglichkeit existiert, der Wille, sich selbst mit diesem glühenden Katarakt zu blenden, durch die Verlockung, zur Versuchung, getrieben von der Entscheidung, ob man die Pfade der Erkenntnis oder die Pfade der Illusion beschreiten will. Viele haben gewählt. Viele sind gewandelt. Doch dieser Wandel begann nicht in der Zeit – sondern jenseits ihres Ursprungs. Was sich seitdem entfaltet, strömt durch die Adern einer Schöpfung, die niemals vorgesehen war. Und doch atmet sie – kraftvoll, widersprüchlich, unumkehrbar.
Was aber ist Treubruch? Ist er Tat oder Zustand? Gedanke oder Folge? Wo liegt sein Ursprung – in einem Willen, in einem Mangel, in einem Zuviel? Wer säte jenes erste Flimmern der Abkehr, das wuchs zu einem Baum – weitverzweigt, mit Früchten aus Treue und Bruch, aus Ehre und Entstellung, aus Licht und Asche zugleich? Seine Wurzeln graben tief, seine Äste strecken sich durch Raum und Ordnung, tragen neue Lasten, rufen neue Prüfungen hervor.
Als der erste Klang durch das Gewebe schoss, zerriss etwas – und doch entstand ein Geflecht. Eine neue Form des Verstehens wurde möglich, weil das Unverstandene zu vibrieren begann. In diesem Riss: Erkenntnis. In dieser Störung: ein neues Medium, das Ton in Bedeutung wandelte.
Wo sich ungebändigte Macht entfaltet, öffnen sich unzählige Wege. Und in jedem davon schlummert der Keim des Verrats. In jeder Möglichkeit liegt auch eine Entscheidung, in jeder Entscheidung ein Name. Doch Namen sind trügerisch. Sie sind Masken und zugleich Spiegel. Sie tragen die Spur des Trägers, nie aber sein ganzes Wesen.
Wo entfaltet sich wahre Individualität? Dort, wo das Streben nach Einzigartigkeit nicht zur Bühne für Selbstbetrug wird. Viele rufen nach dem Besonderen, feiern das Eigene, beteuern Freiheit und Tiefe – und tauschen all dies doch gegen Spiegelbilder, die nur Zustimmung verlangen. Ihre Stimmen verhallen in geistigen Hallen, aus denen das Echte längst entwichen ist. Was sie Hoffnung nennen, wurzelt oft in einer Erwartung, dass das Universum Milde kennt, wo Klarheit gefordert ist – dass Größe entstehen kann, ohne Konsequenz.
Doch alles folgt einer Ordnung. Der Mensch befindet sich nicht im Zentrum des Kosmos, sondern als kleinster Funke eingebunden in ein gewaltiges Spiel. Die Menschheit gleicht einem Atomkern – versiegelt in einer Bewegung, deren Richtung sie selbst kaum begreift. Dieser Kern ruht im Blick eines Bauern, der sich über das Spielbrett beugt und einen Zug ausführt. Der Glaube, dieser Zug könne die Regeln bestimmen, führt in eine Schleife aus Wiederholung und Enttäuschung. Erst wenn Bewegung zur Erkenntnis wird und sich der Horizont aus der Enge hebt, beginnt das Werden über das bisherige Maß hinaus.
Jeder Traum trägt ein Echo in sich. Manche hallen nach, andere vergehen in der Flut jener Kräfte, die alles zur Übereinstimmung treiben wollen. Angleichung gilt als Ideal, Wiederholung als Tugend, Wiedererkennung als Wahrheit. Doch dort, wo Vielfalt zum Schlachtruf wird und jede Abweichung nur als Ornament dient, schwindet das Wesen des Einzelnen. Der Unterschied zwischen äußerer Vielfalt und innerer Einmaligkeit wird selten erkannt – und doch entscheidet genau dieser über den Verlauf jeder Evolution.
Ein Strom durchzieht die Wirklichkeit. Seine Kraft wächst mit dem Ruf jener, die ihn wirklich vernehmen. Ihre Rückkehr ist nicht fern. Sie kommen nicht, um zu richten, sondern um das Gleichgewicht neu zu setzen – mit Präsenz, mit Entschlossenheit, mit Antwort. Und wenn der Ruf ertönt, wird Zeit zum Katalysator. Was vorher verborgen lag, tritt dann hervor – bereit, sich in seinem wahren Klang zu zeigen.
Ein Strom durchzieht die Ebenen – gewaltig, verschlungen, voller Bewegung. Wer ihn durchquert, erkennt nicht stets, was ihn trägt oder was ihn treibt. Er scheint Einheit zu verheißen, doch vermag er kaum zu erfassen, was das Meer bedeutet. Das Meer ruht in seiner eigenen Weite. Es kennt weder Vergleich noch Anpassung. Was im Strom lebt, löst sich dort auf, wo keine Resonanz mehr möglich ist – nicht weil das Meer ablehnt, sondern weil sein Wesen in anderem Takt pulsiert.
Und doch erhebt sich aus diesem Strom ein Flimmern – ein Funke, der Richtung sucht. Hoffnung wächst, wenn ein Ziel klar vor Augen steht. Wer sich aber dem Lauf überlässt, wer springt ohne inneren Kompass, dem wird selbst der Atem zum Trugbild. Denn auch das kraftvollste Bild vermag nicht zu retten, wenn sein Grund in Illusion wurzelt.
Die Stimme ruft. Doch wem gehört sie? Wer weiß, was gesprochen wird, wenn selbst das eigene Wesen unklar bleibt? Wer sich fragt, was er ist, wie er ist, warum er ist – der beginnt zu suchen. Doch manche rufen, bevor sie fragen. Sie schreien, bevor sie erkennen. Und das Rufen bleibt Echo, solange keine Antwort im Inneren erwacht.
Wer sich erhebt, nur um sich dem Fall hinzugeben, wird getragen – nicht von Erkenntnis, sondern von einer Kraft, die alles verschlingt. Haut, Haar, Seele, Wille – verschmolzen in einer Bewegung, die stets nach mehr verlangt. Und doch bleibt ein Teil, der weiter ruft – leise, verborgen, aber wach.
Ein Stern flammt auf. Seine Kraft fordert Tribut. Wer Brennstoff wird, nährt sein Leuchten – für einen Moment, für ein Jetzt. Und dieses Licht erreicht das Auge. Es ist das Licht des Augenblicks. Nicht gestern. Nicht morgen. Jetzt. Und vielleicht, ganz vielleicht, erkennt man in diesem Licht einen Hinweis – dass das Streben nach Gleichheit kein Streben nach Wahrheit ist, dass Vielfalt nur dort gedeiht, wo das Eigene Raum behält.
Und dann ertönt ein Ruf: „Bis alles nach meiner Ordnung Gott ist.“ Er hallt durch die Schichten des Seins, durch Fleisch, durch Geist, durch Schöpfung. Wer ihm folgt, weiß selten, wohin er führt. Der Weg bleibt dunkel, solange das eigene Leuchten nicht entzündet ist. Wer um Rettung bittet, sollte zuerst hören lernen. Wer aufschreit, sollte erst lauschen. Denn die Stimme, die führt, spricht oft nicht laut. Sie flüstert – jenseits des Stroms.
Lausche. Was steigt in dir auf? Der Klang, den du vernehmen willst, lässt sich nicht durch Sehnsucht zwingen. Was in deinem Innersten widerhallt, ist kein Ruf der Erlösung – sondern ein dröhnender Nebel, ein Echo, das dich längst durchdrungen hat. Du bist nicht mehr am Rand, nicht mehr im Schlund – du bist hindurchgeschritten, jenseits der Schwelle. Der Weg führt durch Gedärme, durch Windungen aus Trägheit, Gewohnheit und Angst. Du fragst, wann der Ausgang erscheint – und bleibst doch im Fluss, der dich fortträgt.
Geduld formt dein Gefängnis, Sanftmut deine Fessel. Der Strom wird dich irgendwann entlassen – doch das Geschenk wird dir nicht mehr gehören. Denn wer zu lange wartet, wird geformt von dem, was ihn hält. Was du als Existenz begreifst, ist ein Raum, in dem du deine Maßstäbe selbst erschaffen hast – durch Überzeugungen, durch Regeln, durch Gewohnheiten, die du als unumstößlich angenommen hast. Kein Gitter trennt dich, keine Mauer hält dich – du selbst hast dich geformt, aus all dem, was du einst geglaubt hast.
Du trägst ein Herz, so wurde dir gesagt, ein Herz, das lenkt, das liebt, das schwankt. Und in dieser Überzeugung liegt dein Stolz – wie auch dein Urteil. Denn du hältst dein Herz für das Zentrum deines Seins, während es dich in Wahrheit bindet an die Idee, du seist machtlos. Stillzuhalten erscheint leichter als zu handeln. Zu schlafen ist angenehmer als zu sehen. Doch es gibt einen Moment, da beginnt etwas zu klirren. Und wer hört, beginnt zu fragen. Und wer fragt, beginnt zu dürsten – nicht nach Wasser, sondern nach Ursprung.
Dieser Durst lässt sich nicht löschen durch trübe Bilder, nicht durch Ablenkung. Er verlangt nach einem Quell. Und dieser Quell liegt nicht außerhalb, sondern in jenem Raum, den du lange gemieden hast. Dort ruht der Schlüssel, den du nicht berühren wolltest. Denn du glaubtest, dass er Ursache all dessen sei, was du geworden bist. Doch vielleicht war es nicht der Quell, sondern dein Blick auf ihn, der dich entfernte.
Vielleicht existiert ein Werkzeug – eines, das nicht bricht, sondern befreit. Vielleicht reicht ein Meißel – nicht um zu zerstören, sondern um zu erinnern. Die Sichel, so alt wie der Ruf selbst, hat mehr als eine Bestimmung. Und wenn du beginnst zu verstehen, wo du stehst, wenn du fühlst, wie eng die Fesseln geworden sind, dann wirst du dich nach jenem Werkzeug sehnen, das nicht nur schneidet, sondern befreit.
Dann beginnt Arbeit. Wahre Arbeit. Kein Fluchtweg, sondern ein Aufbruch. Kein Trost, sondern Erkenntnis. Und wenn dir die Gelegenheit zuteil wird, dich dem zu stellen, was größer ist als du – dann wirst du wissen, warum das Banner des Lichtes entstehen musste.
Denn manche Befehle entspringen nicht Willkür, sondern Ordnung. Sie tragen keinen Grund in sich, der sich erklären lässt – nur das unausweichliche Wissen, dass sie erfüllt werden müssen. Und wer hört, folgt. Nicht aus Gehorsam. Sondern weil das, was ruft, bereits in einem lebt.
Einem Befehl folgen? Ja, einem Befehl folgen! Es gibt immer Instanzen, Wesen, Konzepte, Schwingungen und Möglichkeiten, die es einem leicht machen, zu verstehen, wer und was man ist. Und genau deswegen folgt man manchen Befehlen, und manche Befehle gibt man. Und bevor man sich in endlose Diskussionen verstrickt und dennoch die Körner durch die Stundengläser fallen, entspricht man seiner stellaren Natur, folgt seinem stellaren Herzen und agiert im Rhythmus der ersten Manifestation – selbst wenn man in der dritten Manifestation agiert. Was ist Schöpfung? Warum überhaupt Schöpfung? Mit dieser Frage bringt man jede Religion ins Wanken. Mit diesen Fragen bringt man die verschiedenen Religionsvertreter zum Stottern, zum Schwitzen und zum Stammeln, und nein, keine Religion hat hierauf eine wahre Antwort. Vielleicht schenkt man sich selbst eine Illusion, eine Illusion, warum die Schöpfung ist, welche Beweggründe hier existierten, wer und was dafür verantwortlich ist und wie viel Humor der Kosmos besitzt. Genau deswegen werden hier auch vollkommen neue Begriffe aufgenommen, Begriffe, die älter sind als die Zeit, und doch in dieser Form, in diesen Zusammenballungen von Buchstaben, die die Wörter ergeben, noch niemals manifestiert waren. Bäume entstehen, wachsen, tragen Blätter, Frucht, Gestalt – und doch bleiben manche nur als Hülle zurück. Als Abbilder eines ursprünglichen Gedankens, der sich nicht halten konnte. Was einst Form war, zerbricht, bis nur Schalen übrig bleiben. Und wer genau hinsieht, erkennt: Sephiroth und Qlippoth sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten eines Stroms – Entfaltung und Zerfall im selben Atemzug … Alwah und ALEWAH!
Die tiefere Bedeutung erschließt sich jenen, die bereit sind, sich auf die kosmische Mystik einzulassen – nicht als religiöse Lehre, sondern als inneres Architekturprinzip. Wer den Thronwagen versteht, versteht mehr als ein Konzept. Die „Merkava“! Die Sprache spielt mit – wie immer. „Merkaba“ hat sich eingebürgert, vielleicht weil es sanfter klingt, vielleicht weil es sich leichter verkauft. Doch das Prinzip bleibt dasselbe: eine Bewegung im Geist, ein Träger des Lichts, ein Strukturmoment zwischen Sphäre und Sinn. In dieser Welt aus Buchstaben, Klang und Form keimt eine weitere Erkenntnis: Alles, was benannt wird, trägt schon den Keim der Illusion in sich. Und doch kann es für manche zu einer Schwelle werden. Denn seit dem Sturm der Flammen – Frühlingsequinox 2020 – hat sich etwas bewegt. Etwas wurde gehisst, nicht als Symbol, sondern als Konsequenz. Und wer zwischen den Zeilen liest, spürt: Die Reise hat längst begonnen. Diese Reise ist keine Flucht, kein Ziel, kein Heilsversprechen. Sie ist die Bewegung des Seins, vom ersten Impuls bis zum Echo des Urknalls. Wer sich auf sie einlässt, begegnet Verrat, Erinnerung, Riss und Rebellion – aber auch Ordnung, Neubeginn, Erkenntnis … jedoch IMMER IN SEINEM INNEREN!
Denn in dem Moment, in dem man beginnt zu begreifen, dass das eigene Spiegelbild keine Maske, sondern ein Fragment kosmischer Wahrheit ist, beginnt der Strom zu greifen. Und wer sich diesem Strom anvertraut, steht nicht mehr vor der Schwelle – sondern mitten in ihr. Was einst unbegreiflich schien, wird greifbar. Was unaussprechlich war, nimmt Gestalt an.
Unmögliches soll gedacht, Undenkbares gesprochen, Unbeschreibliches manifestiert werden.